Einteilung der NHL
Von 100.000 Menschen erkranken jährlich etwa 15 an den verschiedenen Formen der NHL.
Unter den Non-Hodgkin-Lymphomen gibt es eine Vielzahl von Typen, die man während vieler Jahre versucht hat, in verschiedenen Klassifikationen zu erfassen. Die bekanntesten Einteilungskriterien stammen von der so genannten Kieler Klassifikation oder der R.E.A.L, an der sich jetzt auch die Weltgesundheitsorganistaion (WHO) orientiert hat. Non-Hodgkin-Lymphome werden eingeteilt in:
Diese Einteilung ist wichtig, weil sich die Therapie danach ausrichtet.
Indolente Lymphome
Chronische-lymphatische Leukämie: CLL
Bei der CLL kommt es zu einer starken Vermehrung von kranken weißen Blutkörperchen (Leukozyten), vor allem der B-Lymphozyten. Sie ist eine typische Erkrankung des höheren Lebensalters. Mehr Informationen unter www.cll.de.
Follikuläre Lymphome
Follikuläre Lymphome sind eine Untergruppe der B-Zell-NHL. Die Bezeichnung „follikulär“ meint, dass die Lymphome hier stark den Zellstrukturen der Lymphknoten-Follikel entsprechen. Nach den diffus-grosszelligen B-Zell-Lymphomen sind die follikulären NHL die zweithäufigste Erkrankung maligner Lymphome in den westlichen Ländern. Das follikuläre Lymphom befällt vor allem die Lymphknoten, aber auch Milz, Knochenmark und die Haut.
Kutane Lymphome (Mycosis fungoides und Sézary-Lymphom). Lymphome, die vor allem die Haut befallen und nicht leicht von anderen Hauterkrankungen zu unterscheiden sind. Kutane Lymphome entstehen entweder direkt an der Haut oder durch Einwandern eines anderen Lymphoms auf dem Blut- oder Lymphweg. Sie stammen meist von T-Zellen ab.
Plasmozytom (Multiples Myelom)
Niedrigmalignes B-Zell-Lymphom, das vor allem das Knochenmark betrifft. Es geht von Plasmazellen aus, die sich im Knochenmark aus den Immunzellen entwickeln und unkontrolliert wuchern. Durch die Wucherung der B-Zellen im Knochenmark kommt es zu einer Auflösung der Knochensubstanz. Die Patienten klagen häufig über Knochenschmerzen, v.a. im Rücken, die Knochensubstanz wird schwächer, Knochenbrüche können die Folge sein. Durch die verstärkte Bildung eines fehlerhaften Antikörpers kommt es zudem zu Nierenschäden und Gerinnungsstörungen.
Aggressive Lymphome
Diffus-großzellige B-Zell-Lymphome
Bösartige Neubildungen aus großen B-Lymphozyten gehören mit 30 bis 40% der Erkrankungsfälle zu den häufigsten Non-Hodgkin-Lymphomen. Sie sind durch einen aggressiven klinischen Verlauf gekennzeichnet, d.h., diese besonders groß gearteten B-Lymphozyten vermehren sich sehr schnell und breiten sich auch rasch aus. Großzellige B-Zell-Lymphome entstehen nur selten aus einem weniger aggressiven Lymphom.
Mantelzell-Lymphom
Das Mantelzell-Lymphom ist mit 5-10% aller NHL eine eher seltene Erkrankung. Ähnlich wie die anderen Non-Hodgkin-Lymphome äußert es sich oft nur durch Lymphknoten- oder Milzschwellung. Das Mantelzell-Lymphom verläuft aggressiv. Betroffen sind meist Männer um die 65 Jahre.