Rund 90% aller Lymphome stammen von den B-Zellen ab, die beim NHL ihrer Abwehrfunktion nicht mehr nachkommen können, sich massenhaft vermehren und dadurch gesunde Zellen verdrängen und diese so an ihren lebenswichtigen Aufgaben hindern.
Jede unserer Körperzellen hat eine einzigartige Oberflächenstruktur – bei den B-Zellen nennt man sie CD20-Struktur. Im Labor hergestellte Antikörper können sich genau an diese CD20-Struktur binden (siehe auch monoklonale Antikörper). Bestückt man diese monoklonalen Antikörper nun mit einem Radioisotop wie Yttrium-90, spricht man von der Radioimmuntherapie: die so beladenen Antikörper docken nun an den B-Zellen direkt in den Lymphomherden an: Die an der Zielzelle ausgesandte Strahlung ist in der Lage, Zellen in einem Umkreis von 5mm zu schädigen und abzutöten. Gesundes Gewebe bleibt bei diesem Verfahren also weitestgehend verschont.