Fragen und Antworten
Hier finden Sie eine Auswahl interessanter Fragen, die Patienten dem Expertengremium zur Radioimmuntherapie gestellt haben:
- Frage: Bin ich nach der RIT eine Gefahr für meine Umwelt?
- Antwort: Nein! Die RIT mit Yttrium-90 ist so gering dosiert, dass Sie ambulant durchgeführt werden kann, denn die zellvernichtende Wirkung reicht im Körperinneren nur 5mm weit. Bereits nach 7 Tagen ist die Strahlung fast vollständig abgebaut.
- Frage: Ist die RIT gefährlich?
- Antwort: Nein! Die Strahlenbelastung ist bei der RIT mit Yttrium-90 so gering dosiert, dass sie weder eine Gefahr für den Patienten noch für das Klinikpersonal oder die Menschen oder Haustiere, die einen Zuhause umgeben, darstellt.
- Frage: Werde ich von außen bestrahlt?
- Antwort: Nein! Die RIT ist eine Kombination aus monoklonalen Antikörpern und der Strahlentherapie. Dabei werden die monoklonalen Antikörper jeweils mit einem Radioisotop (Yttrium-90) „beladen“. Diese bringen die Radioisotope direkt an den Zielort in die Lymphomherde.
- Frage: Was sind eigentlich Antikörper?
- Antwort: Antikörper sind Eiweißstoffe (Proteine), die von der Immunabwehr produziert werden. Sie reagieren mit Antigenen (Oberflächenstrukturen an Fremdkörpern, entarteten Zellen, Erregern, Keimen o.Ä.) und können diese aufspüren und neutralisieren.
- Frage: Kommt es bei der RIT zu Nebenwirkungen?
- Antwort: Im Gegensatz zu anderen Krebstherapien wird die RIT von den meisten Patienten als nicht belastend empfunden. In wenigen Fällen kann es zu leichten Erscheinungen wie Fieber, Übelkeit und Schwindelgefühlen kommen. Selten treten allergische Reaktionen auf. Die häufigste Nebenwirkung ist ein zeitlich verzögerter Abfall der Blutzellzahl durch die Strahlenwirkung auf gesunde Blutzellen in der Nachbarschaft der Lymphomzellen. Müdigkeit und Abwehrschwäche können die momentanen Folgen sein. In dieser Zeit ist eine wöchentliche Kontrolle der Blutzellwerte wichtig.
- Frage: Darf ich nach der RIT wieder alles machen?
- Antwort: Grundsätzlich ja! Sie müssen sich weder schonen, noch auf eine bestimmte Ernährung o.Ä, achten, Sie können Ihren ganz normalen gewohnten Tagesablauf weiterführen. Eventuell erhöht sich einige Zeit nach der RIT die Infektanfälligkeit. Ihr behandelnder Arzt erkennt dies an den Blutzellwerten. Ein Ansteckungsrisiko senken Sie, wenn Sie in dieser Zeit Massenansammlungen, öffentliche Verkehrsmittel etc. meiden.
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